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BLÄTTER (Birne 1-100)

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Käfer.

 

Der rauhe Lappenrüssler (Otiorhynchus raucus Fabr.) ist einer der schädlichsten Rüsselkäfer, der die jungen Blätter und Triebe der Birnen- und anderer Obstbäume im Frühjahre dergestalt benagt, dass nach Garten-Director Göthe in Geisenheim frisch gepflanzte Spindelpyramiden in Folge des plötzlichen Blätterverlustes zu Grunde gingen.

Der schwarze kleine Käfer ist gelblich-grau beschuppt; das Herzschild verengt sich von der Mitte stark nach vorn, ist fast breiter als lang, auf seiner Oberfläche ist ein Längskiel unvollkommen angedeutet. Die kurz eiförmigen Flügeldecken haben tiefe Punktreihen. Länge mit Einschluss des Rüssels 8 mm, Breite in der Mitte der Flügeldecken 3,75 mm. Die Lebensweise der Larve ist noch nicht bekannt. Bei der geringsten Berührung des Astes lässt er sich auf den Boden fallen und stellt sich todt. Wegen seines erdfarbigen Aussehens ist er schwer auf dem Boden zu finden und fängt man ihn am besten durch untergelegte helle Tücher oder in einem untergehaltenen Gefäss mit Wasser.

 

 

Die Larve des Birnknospenstechers (Anthonomus pyri Schönh.) lebt in den Blüthenknospen, frisst sie aus, so dass sie braun und trocken werden. Der Körper des Birnknospenstechers ist braun, schwach behaart; der Rüssel ist schwarz und zeigt in der Mitte einen Längskiel; das Herzschild ist stark und dicht punktirt. Länge 3,5 mm. Die Larve ist schmutzig-weiss, stark geringelt; der Kopf ist schwarzbrauh. Der Käfer verlässt sein Winterlager, welches er hinter Rindenschuppen oder in der Erde aufgeschlagen hat, möglichst früh im Jahre. Nach erfolgter Paarung bohrt das Weibchen mehrere Löcher in die Blüthenknospe und legt Eier hinein. Nach etwa 8 Tagen erscheint die Larve und frisst die Griffel und Staubfäden aus; die Blumenblätter entfalten sich nicht, sondern bilden ein braunes Schutzdach. In 14 Tagen ist die Larve erwachsen und verpuppt sich; sie verbringt etwa 8 Tage in der Puppenruhe, dann erscheint der Käfer.

An Zwergstämmen müssen die braunen Knospen gesammelt und verbrannt werden, was freilich keinen Einfluss mehr auf das laufende, sondern erst auf das nächste Jahr hat. Für Hochstämme ist ein Kalkanstrich im Herbst und die Anlegung eines Klebringes im Frühjahr (März) anzurathen.

 

 

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